Archiv für Mai 2011

Abschiebung – zunächst – verhindert.

Die Stadt Delmenhorst hat die geplante Abschiebung von Fitim M. am 31. Mai 2011 nicht durchgesetzt; den geplanten Termin um 04:00 Uhr hatten Ausländerbehörde und Polizei kurzfristig verworfen – auch Fitim wurde nicht über den spontan ausgesetzten Termin informiert. Dennoch hatten sich bereits in den frühen Morgenstunden knapp 100 Unterstützer_innen versammelt, um gegen die Abschiebung zu protestieren. Vermutlich aufgrund der Aktionen am Montag, also hunderten Flugblättern, einer Mahnwache(Bericht HIER) vor dem Rathaus, einem eilig initiierten Bündnis entschlossener Unterstützer_innen mit über 30 Personen, den vehementen Nachfragen vieler Ratsfraktionen – und natürlich dem Engagement des Anwalts, wurde die geplante Abschiebung vorerst verhindert. Obgleich Fitims Situation nach wie vor heikel bleibt, ist die bisherige Arbeit und Mobilisierung zumindest als Teilerfolg zu verbuchen.

Fitim ist jedoch auch weiterhin akut von einer Abschiebung nach Serbien bedroht. Erneut möchten wir alle interessierten Menschen zu einer Informationsveranstaltung und einem öffentlichen Bündnistreffen am Sonntag einladen (Termin untenstehend).

Informationsveranstaltung und öffentliches Bündnistreffen: Sonntag, 05. Juni 2011, 18:00 Uhr, Kerem Kulturkneipe. Syker Straße 190, 27751 Delmenhorst.

Was könnt ihr tun? Sammelt Unterschriften (Liste zum selbst ausdrucken HIER) in Betrieben, Schulen, Universitäten – und überall! Am Sonntag könnt ihr die ausgefüllten Unterschriftenlisten abgeben, innerhalb der nächsten Wochen werden diese an die Verwaltung übergeben.

Antirassistische Mahnwache.

50 Menschen beteiligten sich an einer Mahnwache am 30. Mai 2011. Von 15:00 bis 18:00 Uhr verteilten die Aktivist_innen Flugblätter, sammelten Unterschriften und informierten Passant_innen, Vertreter_innen der Presse und Ratsmitglieder über die aktuelle Situation. Auf mehreren Transparenten wurde die Flüchtlings- und Abschiebepolitik der Bundesrepublik und Europäischen Union kritisiert. Um 17:30 Uhr wurde die Veranstaltung beendet. Das Unterstützer_innenbündnis bedankt sich bei allen Menschen, die – so kurzfristig – an der Aktion teilnahmen. Weitere Aktionen werden folgen.
ALLE WEITEREN INFOS IMMER HIER --->>>

Info-und Mobiveranstaltung Block Brokdorf

Infoveranstaltung: 31.05.2011, 2 0.00 Uhr Paradox

Mitte Juni nehmen wir den Atomausstieg selbst in die Hand: Massenhaft werden wir das AKW Brokdorf blockieren. Wir glauben nicht an die Unterscheidung von “alten” und “neuen”, von “unsicheren” und “sicheren” AKWs. Unser gemeinsames Ziel ist die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke.

Mit einer Blockade im Juni können wir in Brokdorf Revisionsarbeiten behindern, die für den Weiterbetrieb des Kraftwerks notwendig sind. Gleichzeitig machen wir zum Ende des Moratoriums deutlich, dass wir nichts anderes akzeptieren werden, als den Sofortausstieg aus der Atomkraft. Wir begeben uns auf die Zufahrtsstraßen und lassen uns weder aufhalten noch vom Blockadeziel abbringen. Zu Tausenden machen wir die Zufahrtsstraßen dicht und werden sie nicht freiwillig verlassen. Wir sind entschlossen zu bleiben!

Am 31.05. werden wir besprechen, was wir mit Bremer_innen in Brokdorf starten wollen und unsere Anreise organisieren. Kommt zahlreich, und bringt alle mit!

Abschiebung von Fitim nach Serbien verhindern!

entnommen von: http://hiergeblieben.blogsport.de/

Die Stadt Delmenhorst (Niedersachsen) plant am 31. Mai die Abschiebung eines 28jährigen Ashkali aus dem Kosovo nach Serbien.
Fitim M., unverheiratet und kinderlos, lebt zusammen mit seinen Eltern und elf Geschwistern seit 1993 in Delmenhorst, nachdem sie 1992 aus Istok (Kosovo) fliehen konnten. (mehr…)

Naziaufmarsch am 4.Juni 2011 in Braunschweig verhindern!



Am 4. Juni 2011 wollen organisierte Neonazis in Braunschweig unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ ein „Zeichen gegen Überfremdung“ setzen und durch die Braunschweiger Innenstadt marschieren.

Wir wollen diesem nationalistischem Schauspiel nicht ungestört vonstattengehen lassen. Deshalb rufen wir am 4. Juni zur gemeinsamen Anreise von Bremen nach Braunschweig auf.

Die genaue Uhrheit und den Treffpunkt zur Anreise mit dem Zug am Samstag den 4. Juni vom Bremer Hauptbahnhof werden wir noch veröffentlichen!!!
checkt den Blog und Facebook

Infos zum Aufmarsch der Nazis und den geplanten Gegenaktivitäten: HIER

Der Aufruf von „Keine Zukunft der Vergangenheit!“
Naziaufmarsch „Tag der deutschen Zukunft“ am 4.Juni 2011 in Braunschweig verhindern!

Am 4. Juni 2011 wollen organisierte Neonazis in Braunschweig unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ ein „Zeichen gegen Überfremdung“ setzen und durch die Braunschweiger Innenstadt marschieren.

Dieses Motto steht für das menschenverachtende Weltbild der Nazis und ist der schlecht getarnte Versuch einer rassistischen Gesellschaftskritik.

Die Nazis richten sich so direkt an die Mitte der Gesellschaft, indem sie an verankerte Vorurteile, reaktionäre Strukturen und Ressentiments anzuknüpfen versuchen.
Ganzen Aufruf hier lesen

Mobilisierungsvideo:

Karoshi – Wer ist dieser Wahlen?!

Politikerfressen an jeder Straßenecke, himmelhohe Wahlversprechen und dann auch noch Parteipartys: Am 22. Mai wird in Bremen die alte/neue Bürgerschaft gewählt. Irgendwie gilt, Linke haben mit diesem Wahlspektakel und dem Hype um die fünf Kreuze ein Problem. Doch was ist jetzt eigentlich so scheiße an diesem Demokratie? Und muss ich jetzt mein Wahllokal abfackeln oder wähle ich das geringere Übel? Fragen über Fragen. Wir wollen einladen zum beherzten diskutieren.
Freitag, 20.05, 18.30 Friese (Friesenstraße 110, Steintor, Straßenbahn Haltestelle Siewall)

Bremer Aktionstag gegen rassistische Sondergesetze!

Gegen Iso­la­ti­on und Aus­gren­zung – Glei­che Rech­te für alle! Bre­mer Ak­ti­ons­tag gegen ras­sis­ti­sche Son­der­ge­set­ze. So­for­ti­ger Stopp der Zwangs­un­ter­brin­gung in Sam­mel­la­gern!

am Sams­tag, 14. Mai 2011

Die Auf­stän­de in der ara­bi­schen Welt wur­den zwar in Eu­ro­pa ein­hel­lig be­grüßt, nicht will­kom­men sind den Re­gie­run­gen je­doch Flücht­lin­ge und Mi­gran­tIn­nen von dort oder aus an­de­ren Re­gio­nen, die ihr Grund­recht auf Rei­se­frei­heit wahr­neh­men. Sie wer­den wei­ter­hin mit allen Mit­teln be­kämpft, vor allem durch Schif­fe und Hub­schrau­ber der EU-​Grenz­schutz­agen­tur FRON­TEX. Aber auch für Men­schen, die es bis in die Fes­tung Eu­ro­pa ge­schafft haben, ist das Leben von sys­te­ma­ti­scher Ent­rech­tung und Dis­kri­mi­nie­rung be­stimmt. Im „Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz“ ist fest­ge­schrie­ben, dass Flücht­lin­ge in Deutsch­land unter er­bärm­li­chen Be­din­gun­gen in Flücht­lings­la­gern leben sol­len. Sie wer­den von Sach­leis­tun­gen der Be­hör­den ab­hän­gig ge­macht, ein aus­rei­chen­der Zu­gang zu Ge­sund­heits­ver­sor­gung wird ihnen ver­wehrt.
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