BUNDESWEHR VERTREIBEN!

Am 2. Oktober 2012 haben wir, ein antimilitaristisches Aktionsbündnis der offenen linken Jugendgruppe
à gauche und der linksjugend [‘solid], die Werbeaktion der Bundeswehr auf der gerade stattfindenden Berufsmesse gestört.

Mit kreativem, lautem und bunten Protest haben ein deutliches Zeichen gegen die Kriegspropaganda der Bundeswehr und ihren Versuch gesetzt, sich als ‚normalen‘ Ausbildungsplatz und attraktiven Arbeitgeber zu inszenieren.

Zur Aktion
Mit einem „Die-in“-Flashmob vor dem Stand der Bundeswehr haben wir unter dem Motto „Die Bundeswehr geht über Leichen… Du auch?“ dem falschen Schein der Kriegspropagandisten eine Inszenierung entgegensetzt, dass der grausamen Realität des mordenden Soldatentums gerechter wird:

Über dem von einem blutigen Leichenhaufen bedeckten Stand der Bundeswehr haben wir eines unserer Banner mit der Forderung „Kein Werben fürs Sterben“ mit Heliumballons unter die Decke steigen lassen und währenddessen Infomaterial über Militarisierung, Kriegseinsätze und die Werbestrategien der Bundeswehr an Bildungsstätten verteilt.

Klar, dass sich auch die tapferen Mörder fürs Vaterland nicht gerne mit diesen Wirklichkeiten konfrontiert sahen- und sofort versuchten, die Leichen und umstehenden Demonstrant*innen irgendwie ganz schnell wieder wegzubekommen:
Leichen wegzerrendes Security- Personal und aufgeregt-überforderte Mustersoldaten ergänzten so das dramatische Theater, das von applaudierenden Messebesucher*innen und lautstark protestierenden Jugendlichen des antimilitaristischen Bündnisses eingerahmt wurde.

Hintergrund
Dass die Bundeswehr immer wieder versucht, mit ihrer kriegstreibenden Werbepropaganda gerade uns Jugendliche – ob an Schulen, Berufsmessen oder in der Bravo- in die Verpflichtungs-Falle zu locken, werden wir nicht akzeptieren!
Für alle Bildungs- und Ausbildungsstätten gilt: Bundeswehr, wegtreten!
Gegen jede Verharmlosung von Krieg + Militär!


Wo immer die Bundeswehr sich und ihre Lügen von „Sicherheitspolitik“, „Karrierechancen“ oder der „Verteidigung von Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit“ verkaufen will, werden wir auch sein und deutlich machen, worum es wirklich geht:
Massaker an Zivilisten sind keine Ausnahme- der brutale Krieg um wirtschaftliche Interessen ist längst zur Normalität in der ständigen Staatenkonkurrenz geworden. Und dass es hier nicht um die Sicherung des Friedens, sondern ganz im Gegenteil um die kriegerische „Aufrechterhaltung des freien Welthandels und den ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“ geht, ist sogar den Verteidigungspolitischen Richtlinien für die Bundeswehr selbst zu entnehmen.

Solange diese Gewalt weitergeht, solange Krieg und Kapitalismus unser Leben bestimmen, werden auch wir weiterkämpfen!

Gegen die Militarisierung der Gesellschaft!
Gegen Bundeswehr und Kriegsindustrie- überall!
Gegen das Morden und Sterben für Staat, Nation und Kapital!
Her mit dem schönen Leben!

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