Archiv für Februar 2013

Drohende Schließung einiger Jugendzentren

Es gibt in Bremen viele Orte, die wir gerne als Treffpunkte nutzen (BDP, Friese, Buchte, MKH usw.), die aber von der Finanzierung durch die Stadt Bremen abhängig sind. Nun gibt es das Problem, dass solche Treffpunkte dem Staat nicht so wichtig sind wie andere Dinge, sodass das Geld von der Stadt Bremen seit 10 Jahren stetig weniger geworden ist.
Aber langsam wird es eng für einige Orte: Ohne Geld lässt sich hierzulande fast nichts machen und so ist es wahrscheinlich, dass, wenn es so weitergeht, einige Häuser in der nächsten Zeit schließen müssen.
Um mit anderen betroffenen Jugendlichen zu schauen, was wir dagegen tun können haben, laden wir am 5.3. um 17 Uhr ins BDP-Haus ein:

Hallo,

wir sind á gauche, eine offene linke Jugendgruppe. Wir treffen uns regelmäßig im BDP-Haus, machen Veranstaltungen in Einrichtungen, wie der Friese oder dem MKH und nutzen auch sonst in unserer Freizeit viele der Jugendhäuser, um zu chillen, VoKüs zu besuchen oder einfach mal bei einem Kneipenabend zu schnacken. Doch, wie ihr vielleicht schon wisst, sind genau diese Häuser immer wieder von der Existenz bedroht und auch wir wollen uns für den Erhalt der Einrichtungen einsetzen, denn Freizis, Jugendhäuser etc. sind elementar wichtig in Bremen!
Wo sonst sollen wir Politarbeit machen, uns weiterbilden oder einfach nur chillen, ohne, dass Erwachsene sich in unsere Freizeitgestaltung einmischen und sich als Lehrer aufführen? Wo sonst haben wir die
Möglichkeit, bei Entscheidungen mitzubestimmen? Wo sonst gibt es den Freiraum zur Selbstentfaltung und Selbstentwicklung?
Wir wollen uns mit euch überlegen, wie die aktuelle Situation aussieht, wo die Probleme und die Ursachen dabei liegen und wie wir uns dagegen wehren können.
Kommt am 05.03. um 17 Uhr ins BDP-Haus (Am Hulsberg 136)!
Dort können wir über unsere Interessen diskutieren und Aktionen und Proteste planen. Alles, was wir auf dem Treffen erarbeiten, können wir direkt am 06.03. um 17 Uhr im Freizi Findorff den Hauptamtlichen der Einrichtungen vorstellen und mit ihnen weiterplanen.
Wenn ihr Fragen habt, meldet euch einfach unter: jugendbuendnis30@gmx.de
Wir freuen uns auf euch!

Kein Werben fürs Sterben


Am letzten Freitag haben wir wieder – gemeinsam mit ’solid und der FAU – bei der Berufsmesse im Weserpark mit einem Flashmob gegen die Bundeswehr protestiert, die dort versuchte, als Arbeitgeber weitere Angestellte zu rekrutieren.
Hierzu gibt es (wieder) einen sehr schönen Fotobericht der Kooperative Dissent Images mit der Aktionsbeschreibung:

Am heutigen Freitag, den 08.02.2013, störten ca. 30 Aktivist_innen einen Stand der Bundeswehr auf der Berufsinformationsmesse im Weserpark in Bremen. Mit lauten schreien fielen blutüberströmte Menschen vor dem Stand der Bundeswehr zu Boden und verharrten dort knapp 1,5 Stunden. Durch die Aktion konnte sowohl der Ablauf am Stand der Bundeswehr gestört werden, als auch über Militarismus und Rekrutierungsmethoden aufgeklärt werden. Nach etwa 45 Minuten fuhren zwei Mannschaftswagen der Polizei vor, die anscheinend zuvor durch die Bundeswehr gerufen worden waren. Nach kurzer Zeit zogen sich allerdings die Polizist_innen unter Applaus wieder zurück, da das vermutete Bedrohungsszenario als in keinster Weise zutreffend bewertet wurde. Die Aktion endete schließlich nach knapp 1,5 Stunden unter lauten “Kein Werben fürs Sterben”-Rufen

Straßen aus Kandis

In der neuen Ausgabe der Zeitschrift Straßen aus Zucker gibt es nun auch einen Bremen-Teil „Kandis“, in dem auch unsere Antisexismus-AG vorgestellt wird. Die Ausgabe beschäftigt sich mit verschiedenen Fragen rund um Sexismus und ist wie die immer sehr lesenswert!

Von der gedruckten Ausgabe (mit der Kandis-Einlage) liegen jetzt auch mehr als genug u.a. Im Sielwallhaus, im Infoladen, im BDP-Haus, im Kulturzentrum Kurzschluss, in der GSV und im BEV-Beratungsladen in Bremen-Nord.
Die Online-Version kannst du dir hier herunterladen!

Cafe Karoshi: Sexismus – Was ist das eigentlich?

Am Freitag, den 15.02. um 17 Uhr in der Friese (Friesenstraße 124)

Schon wieder hört ihr in der Schule „Schwuchtel“ oder „Schlampe“ und wundert euch, warum schon wieder alle von starken Männern und schönschreibenden Frauen reden? Warum werden von Männern andere Sachen erwartet als von Frauen und was ist überhaupt dran an der Einteilung in „Männer“ und „Frauen“? Und was können wir sexistischen Verhalten in der Schule, am Arbeitsplatz und im Alltag entgegensetzen?

Das Wort Karoshi kommt aus Japan. Es bedeutet ungefähr „Tod durch Überarbeiten“ und ist eine verbreitete Todesursache in der Arbeitswelt des modernen Japan.
Karoshi steht für uns stellvertretend für diese Gesellschaft, in der unsere Interessen nichts zählen, in der die Menschen im Extremfall arbeiten müssen bis sie tot umfallen.
Mit unserem Café wollen wir einen Freiraum gegen die alltäglichen Zumutungen schaffen, die wir in unserem Alltag, an Schule, Betrieb, Uni oder sonstwo erleben. Neben einer netten Atmosphäre und bezahlbaren Getränken wollen wir einen Raum schaffen, wo jede/r vorbei kommen kann, um neue Leute kennen zu lernen und gemeinsam darüber zu reden, wie endlich alles anders wird.

Denn nur gemeinsam lässt sich Widerstand denken und ausprobieren

Unser Aufkleber von vor ein paar Jahren...

Lektürekurs: Das Kapital (Karl Marx)

Ab Montag, den 4.2. wird es im Infoladen wieder einen Lektürekurs zu dem „Kapital“ von Karl Marx geben.

Mit dem Lektürekurs wird in zentrale Begriffe von Marx eingeführt. Unter anderem interessieren folgende Fragen: Was unterscheidet Kapitalismus von früheren Gesellschaftsepochen? Was versteht Marx unter Ware, Wert, Geld und Kapital? Welche Bedeutung haben bei ihm Fetischismus, Klasse und Staat?

Ab Anfang Februar 2013 wird einmal wöchentlich der erste Band des Marx’schen Kapital gelesen und diskutiert und so bis Anfang Dezember insgesamt erarbeitet. Der Kurs wendet sich vor allem an diejenigen, die in eine kollektive Auseinandersetzung mit der Marx’schen Kritik der politischen Ökonomie einsteigen möchten und keine größeren Vorkenntnisse haben. Dabei sollen alle Fragen erlaubt sein und Expert_innendebatten vermieden werden. Die Referenten werden moderieren und einen Überblick über verschiedene Lesarten geben, jedoch keine allgemeingültige Interpretation präsentieren. Gewünscht ist gemeinsame Textaneigung und Diskussion. Darüber hinaus sind Begleitveranstaltungen zu Lektürethemen geplant.

Die Treffen sind immer Montags von 19-21 Uhr im Infoladen in der St. Pauli-Str. 10-12

https://associazione.wordpress.com/2012/12/17/oliver-barth-moritz-zeiler-lekturekurs-zu-karl-marx-das-kapital-kritik-der-politischen-okonomie-band-1/